Myopie-Management Wien – Kurzsichtigkeit bei Kindern bremsen
Kurzsichtigkeit bei Kindern nimmt weltweit stark zu. Mit gezieltem Myopie-Management können wir das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit Ihres Kindes messbar verlangsamen – und damit langfristige Folgeerkrankungen reduzieren.
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Was ist Myopie (Kurzsichtigkeit)?
Bei Myopie ist der Augapfel zu lang – Licht wird vor der Netzhaut gebündelt, weiter entfernte Objekte erscheinen unscharf. Kurzsichtigkeit entwickelt sich meist zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr und nimmt in diesem Zeitraum oft rasch zu.
~50 %
der Weltbevölkerung werden laut Prognosen bis 2050 kurzsichtig sein
6–16
Jahre – typisches Alter für die stärkste Zunahme der Kurzsichtigkeit
> −6 D
Hochgradige Myopie erhöht das Risiko für Netzhautablösung, Glaukom und Makuladegeneration
Messung mit dem Myopia Master
In unserer Ordination setzen wir den Myopia Master ein – ein modernes Gerät, das die Augenachsenlänge Ihres Kindes präzise misst. Das ist entscheidend, weil die Zunahme der Achsenlänge direkt mit dem Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zusammenhängt.
Durch regelmäßige Messungen (alle 6–12 Monate) sehen wir genau, wie schnell sich die Myopie entwickelt – und können frühzeitig eingreifen.
- Schmerzlose, schnelle Messung (wenige Minuten)
- Keine Tropfen notwendig
- Geeignet ab dem Schulalter
- Vergleichsmessungen über die Zeit
Möglichkeiten zur Verlangsamung der Myopie
Je nach Alter, Ausmaß der Kurzsichtigkeit und Lebensweise empfehlen wir individuell angepasste Maßnahmen:
Spezielle Brillengläser
Myopie-kontrollierende Brillengläser (z.B. Defokus-Gläser) sind die einfachste Methode und besonders für jüngere Kinder geeignet.
Orthokeratologie
Formende Kontaktlinsen, die nachts getragen werden und die Hornhaut vorübergehend umformen – tagsüber gute Sehschärfe ohne Brille oder Linse.
Weiche Myopie-Kontaktlinsen
Speziell entwickelte Tageslinsen, die das Wachstum des Augapfels verlangsamen und dabei komfortabel im Alltag getragen werden können.
Atropin-Augentropfen
Niedrig dosierte Atropin-Tropfen haben sich in Studien als wirksam erwiesen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen. Einsatz nach individueller Abwägung.
Häufige Fragen – Myopie-Management
Ab wann sollte mein Kind ins Myopie-Management?
Sobald eine Kurzsichtigkeit von −0,75 Dioptrien oder mehr festgestellt wird, ist eine Kontrolle der Progression sinnvoll. Je früher begonnen wird, desto besser lässt sich das Fortschreiten bremsen.
Wie oft muss mein Kind zur Kontrolle?
In der Regel alle 6 Monate, um die Entwicklung der Achsenlänge zu verfolgen und die Therapie bei Bedarf anzupassen.
Kann man Myopie heilen?
Nein – Myopie-Management bedeutet nicht Heilung, sondern Verlangsamung. Ziel ist es, die Dioptrienzahl und damit verbundene Langzeitrisiken möglichst gering zu halten.
Wird Myopie-Management von der Krankenkasse bezahlt?
Als Wahlarztordination rechnen wir privat ab. Die Honorarnote können Sie bei Ihrer Krankenversicherung einreichen. Spezielle Myopie-Linsen und Brillengläser sind in der Regel Selbstzahlerleistungen.
Hilft viel Zeit im Freien wirklich gegen Kurzsichtigkeit?
Ja – wissenschaftliche Studien zeigen, dass mindestens 2 Stunden Tageslicht täglich im Freien das Entstehen und Fortschreiten von Myopie messbar reduzieren kann. Das gilt ergänzend zu den medizinischen Maßnahmen.
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